Astrologie-Glossar
Jeder Astrologie-Begriff in einem klaren Satz erklärt, passend zu Horoskop- und Transitdeutungen.
- GeburtshoroskopDie Himmelskarte zum Zeitpunkt und Ort deiner Geburt – die Grundlage für Persönlichkeit und Lebensweg. Sonne, Mond, Planeten, Häuser und Aspekte zusammen ergeben die vollständige Karte von Charakter und Lebensweg.
- AszendentDas Zeichen, das bei deiner Geburt am Osthorizont aufsteigt – der erste Eindruck, den andere von dir bekommen. Er beginnt auch das erste Haus und legt fest, wie alle zwölf Häuser geteilt werden.
- Medium coeliDer höchste Punkt des Horoskops — Beruf, gesellschaftliche Rolle und öffentliches Ansehen. Der gegenüberliegende Punkt, das IC, weist auf Zuhause und dein inneres Fundament.
- SternzeichenDas Zeichen, in dem die Sonne bei deiner Geburt stand – dein Kern-Selbst und deine Lebenskraft. Gleichaltrige am selben Tag teilen das Sternzeichen, aber Mond und Aszendent machen jeden anders.
- MondzeichenDas Zeichen, in dem der Mond steht – deine Gefühle, dein Sicherheitsgefühl und innere Bedürfnisse. Er wechselt schnell — etwa alle zwei Tage — und braucht daher eine ziemlich genaue Geburtszeit.
- AszendentDas Zeichen deines Aszendenten – die Maske, die du der Welt zeigst, und dein erster Eindruck. Er wechselt etwa alle zwei Stunden — die erste Stelle, die unter ungenauer Geburtszeit leidet.
- TransitWo die Planeten gerade stehen und wie sie in Echtzeit mit deinem Geburtshoroskop interagieren – die Grundlage von Tages- und Monatshoroskopen. Beim Lesen von Transiten zählt vor allem, ob ein Planet deine Natalplaneten aspektiert — nicht nur sein Zeichen.
- RückläufigWenn ein Planet von der Erde aus rückwärts zu laufen scheint – astrologisch mit Rückblick, Verzögerung und Überprüfung verbunden. Merkur-rückläufig ist der berühmteste, aber Venus, Mars, Jupiter u. a. laufen ebenfalls rückläufig — in eigenen Zyklen.
- KonjunktionZwei Planeten stehen sehr nah beieinander, ihre Energien verschmelzen – einer der stärksten Aspekte. Wie stark eine Konjunktion wirkt, hängt davon ab, wie nah die beiden Planeten stehen.
- OppositionZwei Planeten stehen sich am Himmel gegenüber – Spannung und Ausgleich, beide Pole wollen gelebt werden. Zwei Planeten in Opposition fordern meist einen Ausgleich zwischen den beiden Enden.
- TrigonZwei Planeten etwa 120° auseinander, Energie fließt leicht – oft ein Talent oder müheloser Vorteil. Es kann sich aber so leicht anfühlen, dass man trödelt — nutze es bewusst.
- QuadratZwei Planeten etwa 90° auseinander – Reibung und Druck, aber auch der Motor des Wachstums. Der Druck eines Quadrats ist, direkt angegangen, oft der Ort des schnellsten Wachstums.
- SextilZwei Planeten etwa 60° auseinander – Chance und Kooperation, wenn du aktiv danach greifst. Anders als ein Trigon läuft es nicht von selbst — du musst nach der Gelegenheit greifen.
- HausDie zwölf Lebensbereiche des Horoskops – jedes Haus regiert einen Lebensbereich. Häuser sagen, welcher Lebensbereich betroffen ist — ergänzend zum "Wie" eines Zeichens.
- AspektDie Winkelbeziehung zwischen zwei Planeten – ob ihre Energien kooperieren oder aneinandergeraten. Die Hauptaspekte sind Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition — jedes mit eigener Stärke und Thema.
- FirdariaEin mittelalterliches Zeitsystem, das das Leben in aufeinanderfolgende Planetenperioden teilt und zeigt, welcher Planet gerade regiert. Die großen Firdaria-Perioden umfassen Jahre und rahmen ganze Kapitel; kleine Perioden unterteilen sie feiner.
- SynastrieZwei Horoskope übereinanderlegen, um Anziehung und Reibung in einer Beziehung zu sehen. Beginne Synastrie mit Mond, Venus und allem, was das siebte Haus berührt — dort liegt der Ton der Beziehung.
- StelliumDrei oder mehr Planeten in einem Zeichen oder Haus – dieser Bereich tritt besonders hervor. Zeichen und Haus eines Stelliums werden zum gebündeltsten Energieauslass dieser Person.
- Großes TrigonDrei Planeten bilden je ein Trigon – ein geschlossenes Dreieck, das klassische Muster fließender Begabung. Seine Leichtigkeit kann Trägheit bringen — achte darauf, dass Energie nur im vertrauten Kreis kreist.
- T-QuadratZwei Planeten in Opposition, beide von einem dritten im Quadrat – eine spannungsreiche, aber dynamische Konfiguration. Der Spitzenplanet eines T-Quadrats hält den Schlüssel — dort findet Druck meist seinen Auslass.
- TierkreisDer zwölf Zeichen umfassende Gürtel, den die Sonne im Jahr durchläuft — das Grundkoordinatensystem der Astrologie. Im Horoskop färbt das Zeichen eines Planeten, wie er sich ausdrückt.
- SonnenrückkehrDas Horoskop für den Moment, in dem die Sonne jährlich zu ihrer Geburtsposition zurückkehrt — für die Themen des kommenden Jahres. Es antwortet auf die Gesamtstimmung des Jahres, nicht auf einen bestimmten Tag.
- SekundärprogressionEine Zeittechnik, die einen Tag nach der Geburt als ein Lebensjahr fortschreibt und die innere Entwicklung der Planeten zeigt. Sie spiegelt langsame innere Verschiebungen und wird meist mit Transiten gelesen.
- EphemerideTabellen mit der genauen Planetenposition für jeden Tag — die Rohdaten hinter der Horoskopberechnung. Moderne Werkzeuge rechnen automatisch mit Ephemeriden wie Swiss Ephemeris, du musst nichts nachschlagen.
- Siderischer TierkreisDer an Fixsternen gemessene Tierkreis, anders als der tropische, der am Frühlingspunkt gemessen wird. Die vedische Astrologie nutzt vor allem den siderischen Tierkreis, daher können sich die Zeichen unterscheiden.
- YodEin Muster, bei dem zwei Planeten sextil stehen und beide einen Quinkunx (150°) zu einem dritten bilden. Oft als Finger des Schicksals gelesen, der auf ein Lebensthema zeigt, das besondere Aufmerksamkeit verlangt.
- Großes KreuzVier Planeten in gegenüberliegenden Paaren, alle in einem geschlossenen Quadrat in Quadratstellung. Es erzeugt ständige Spannung, ist aber auch ein starker Motor für Handlung.
- DrachenEin großes Trigon plus ein Planet in Opposition zu einem seiner Punkte — wie ein Drachen geformt. Das große Trigon schenkt fließende Begabung; der Oppositionspunkt ist der Hebel, der sie verankert.
- NordknotenEiner der Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik — astrologisch die Richtung, in die sich die Seele entwickelt. Er steht dem Südknoten (dem vertrauten Weg) gegenüber und gilt oft als Lektion der Seele.
- ChironEin Körper im Asteroidengürtel, astrologisch die tiefste Wunde und ihre Heilung. Die Wunde, auf die er zeigt, tut erst weh und heilt dann — oft hilft man damit anderen mit derselben Wunde.